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"Handynacken" – wie Smartphones und Tablets der Gesundheit schaden

Die Medien bestimmen unseren Alltag. Computer, Handys und Tablet-PC´s sind aus unserem Leben nicht mehr weg zu denken. Wir lassen uns von den Geräten fesseln. Was wir aber nicht bedenken: Beim ständigen Blick aufs Smartphone lasten viele Kilos auf der Halswirbelsäule.

 

Vor allem junge Menschen leiden daher unter dem sogenannten „Handynacken“.

 

AutorSina Greis
Datum28. Februar 2018 08:32:42 CET
"Handynacken" – wie Smartphones und Tablets der Gesundheit schaden

 

 

Wenn sie diese Zeilen lesen, sitzen sie vermutlich gerade an einem Schreibtisch, auf dem Sofa oder an einem anderen gemütlichen Ort. Achten sie nun einmal auf ihre Körperhaltung, hierbei vor allem auf die Stellung ihrer Schultern und auf die Stellung des Kopfes. Der Kopf ist nach vorne geneigt, richtig? Wussten sie, dass sie durch das nach vorne neigen des Kopfes die einwirkende Last auf die Halswirbelsäule um das fünffache erhöhen? 

 

Zum Vergleich: In der normalen geraden Kopfstellung sind es fünf Kilogramm, die auf die Halswirbelsäule wirken. Schon bei einer Neigung von 45 Grad nach vorne, muss unsere Halswirbelsäule etwa 25 Kilogramm stemmen. 

 

Wie oft am Tag schauen sie bewusst oder unbewusst auf ihr Smartphone und provozieren die Neigung des Kopfes? Häufig oder?

 

Wen wundert es da, dass Physiotherapeuten vermehrt Patienten mit akuten Nackenbeschwerden behandeln und auch die Anzahl an Bandscheibenvorfällen in den Halswirbelsäulensegmenten zunimmt? 

 

Bislang gibt es keine Studien, die beweisen, dass es tatsächlich strukturelle Veränderungen durch die ständige Handy-Benutzung gibt – aber Funktionsstörungen des gesamten Rückens nehmen in der jüngeren Generation bedenklich zu. 

Eine Studie des New Yorker Wirbelsäulenchirurgen Kenneth Hansraj zeigte, dass insbesondere das Tippen und Lesen am Handy während man läuft, eine starke Belastung ist. Er befürchtet, dass die durchschnittlich 700 bis 1400 Stunden, die Smartphone-Nutzer jedes Jahr auf ihr Telefon starren, ernste Haltungsschäden nach sich ziehen. 

 

Das Halswirbelsäulensyndrom (kurz: HWS-Syndrom) zeigt sich mit ganz unterschiedlichen Symptomen. Nackenschmerzen, steifen Hälsen und Schmerzen, die bis in die Arme ausstrahlen,Kopfschmerzen durch die Verspannung, bis hin zu Schwindel und Ohrensausen. 

Natürlich muss bei solchen Symptomen differenziert werden, denn auch degenerative Veränderungen können von ähnlichen Symptomen begleitet sein. 

Muskuläre Verspannungen sind dennoch meistens ursächlich für Nackenbeschwerden– eben durch die Fehlhaltungen im Alltag oder Verkrampfungen durch Stress. 

Durch den Schmerz beginnt nun oftmals ein Teufelskreis: Der Betroffenen nimmt eine Schonhaltung ein, um Schmerzen zu vermeiden. Dadurch verschlimmert sich die Symptomatik jedoch.

 

Es gilt den Teufelskreis zu durchbrechen, oder besser: Es gar nicht erst soweit kommen zu  lassen! 

 

Fragen Sie sich doch einfach mal, ob sie wirklich jede E-Mail oder Tagesnachricht auf dem kleinen Display lesen müssen. 

Oder beherzigen sie einfach kleine Verhaltensregeln bei der Nutzung des Smartphone, die die Halswirbelsäule entlasten: 

Setzen sie die die Augenbeweglichkeit ein, anstatt den Kopf weit nach vorne zu beugen. 

Sofern sie am Tisch sitzen, optimieren sie ihre Körperhaltung, indem sie die Arme aufstützen, um die Schulterpartie zu entlasten.

Bei der Arbeit oder unterwegs können kleine Übungen helfen. Regelmäßige Bewegungen, wie leichte Mobilisation oder einfache Dehnübung verschaffen erste Linderung. Es empfiehlt sich auch sportlich aktiv zu sein. Hier ist jede Sportart hilfreich, welche den ganzen Organismus involviert.