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Gute Vorsätze No 1: Gesünder leben

Gesünder leben – schnell gesagt. Aber was ist gesund leben? Da sind sich alle Experten einig: Kein Übergewicht, kein Nikotin, wenig Alkohol, viel Bewegung und eine vernünftige Ernährung. Je mehr dieser fünf gesunden Lebensstilfaktoren eingehalten werden, desto besser und länger lebt man. Das Sterblichkeits-Risiko lässt sich nach einer amerikanischen Studie durch eine gesunde Lebensweise um bis zu 44 Prozent senken.

AutorSina Greis
Datum10. Januar 2019 10:36:36 CET
Gute Vorsätze No 1: Gesünder leben

Die Wissenschaftler untersuchten dazu 1163 Männer. Die hatten eines gemeinsam: die Lebensstil-Krankheit Diabetes. 
22 Prozent der Männer hielten keinen oder nur einen der fünf Faktoren eines gesunden Lebensstils ein.
37 Prozent lebten wenigstens in zwei Bereichen gesund,
29 Prozent hielt sich an drei gesunde Faktoren und
12 Prozent erfüllten vier und mehr Faktoren eines gesunden Lebens.

Diabetes verursacht eine Fülle von weiteren Krankheiten, die einzeln oder gemeinsam das Leben verkürzen. Bluthochdruck, Herz- und Gefäßerkrankungen sowie eine nicht-alkoholische Fettleber sind die häufigsten Folgen. An solchen Fakten konnten die Wissenschaftler also die Höhe des Sterberisikos mit dem Lebensstil vergleichen.

Schon die Einhaltung von zwei Faktoren eines gesunden Lebensstils reduziert das Sterberisiko gegenüber den ungesund lebenden Männern um 42 Prozent, bei vier und mehr gesunden Verhaltensweisen sinkt das Risiko eines frühen Todes um 44 Prozent. Daraus folgern die Wissenschaftler: Selbst wer schon eine an sich lebensbedrohliche Lebensstilkrankheit wie Diabetes hat, profitiert von einer Verhaltensänderung noch durch ein geringeres Sterberisiko und eine höhere Lebensqualität.

Dass Übergewicht durch Mangel an Bewegung und falsche Ernährung die größte Bedrohung für Leib und Leben darstellen, beklagen auch deutsche Experten wie der Ulmer Professor Wabitsch von der Deutschen Adipositas-Gesellschaft: „Es gibt offensichtlich Barrieren in unserem Leben, die körperliche Bewegung verhindern und gesunde Ernährung erschweren.“ 

Welche Barrieren das sind? Ärmere und weniger gebildete Bevölkerungsgruppen nennt der Professor besonders benachteiligt. 

Weil jedes Jahr bei 500.000 Menschen die Diagnose „Diabetes“ neu gestellt wird, fordern immer mehr Mediziner zum Kampf gegen Übergewicht auf und verlangen höhere Steuern auf ungesunde Lebensmittel mit hohem Zucker-, Salz- und Fettgehalt und die Befreiung von Obst und Gemüse von der Mehrwertsteuer.

Wer weder arm noch weniger gebildet ist, sollte sich auch dahinter nicht verstecken, sondern den guten Vorsatz „Gesünder Leben“ einfach umsetzen.